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Es ist unmöglich Staub aufzuwirbeln, ohne dass einige Leute husten.

(Erwin Piscator)

 


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MLM-Fachartikel

Multi-Level Marketing - Was es einmal war. Was daraus wurde. Was es heute ist.

von Peter Echevers

Eines gleich vorweg...

Der Multi-Level Warenumsatz ist so alt wie der Handel selbst!

Wenn es die mehrschichtige Warenverteilung also den Multi-Level-Handel nicht gäbe, müssten Sie jedes Mal in die Schweiz reisen, um eine echte Schweizer Uhr zu kaufen, oder nach Stuttgart, wenn Sie einen neuen Wagen haben wollten; auf nach Israel, um Orangen zu kaufen oder nach Rio de Janeiro, um eine Caipirinha zu erstehen. (Ich denke die Metapher ist einleuchtend.)

Das mehrschichtige Warenumsatz-System ist eigentlich dafür charakteristisch, dass jede Ebene unabhängig und auf eigene Rechnung Ware einkauft und wieder verkauft. Dazu sind natürlich Kapital-Investitionen nötig, damit Warenhäuser entstehen und Vertriebseinrichtungen unterhalten werden können. Ein einleuchtendes Beispiel ist eine Kette, wie Produktion, Großlager, Großhandel, Vertrieb, Einzelhandel. Hinzu kommen die Kosten für den eigentlichen Warenbestand.

In Anbetracht der immensen Kapitalinvestitionen, die zur Markt-Etablierung eines Produktes notwendig sind, führten kleinere Produktionsbetriebe und Manufakturen eher ein bescheidenes Dasein und konnten ihre Erzeugnisse nur im begrenzten Umfeld der Produktionsstätte handeln.

Das führte zu der Entstehung des...

Multi-Level Marketing
Und zwar:
Wie es einmal war!

Multi-Level-Marketing gab es also lange bevor Raleigh-Produkte, AVON oder HERBALIFE (dieses Produkt habe ich auch verkauft), AMWAY oder Forever-Living-Products auf dem Markt waren. Man nannte es auch nicht Multi-Level-Marketing, es entstanden Begriffe wie Direkt-Vertrieb und Network-Marketing. Tupperware und NuSkin-Produkte (habe ich ebenfalls verkauft) werden durch Länderzentralen, überregionale Vertriebler (Distributors), regionale Verteiler, ortsansässige Handelsvertreter und schließlich und endlich den Wiederverkäufer (der Name variiert je nach erreichter Ebene) verkauft.

In den ganz frühen Unternehmen mit MLM-System begann der Geldfluss beim Wiederverkäufer und als letzter der Kette stand die Produktion. Auf jeder Zwischenebene verblieb ein Prozentsatz des Geldes. Die Bestellung wurde ausgeführt aus dem eigenen Lagerbestand und dieser wurde dann per Order wieder aufgefüllt, indem man bei seiner nächst höheren Ebene einkaufte. Die Ebenen waren klar definiert und der Warenumsatz und Bestand jeder Ebene waren durch laufende Inventuren nachvollziehbar. Jede Ebene war in höchstem Maße an der raschen Umsetzung der Kundenorder interessiert. Die Betonung lag noch auf Warenverkauf.

Um das Problem zu umgehen, dass ein Handelsvertreter seine Waren aus dem Musterkoffer an den Mann oder die Frau bringt, hatte man kurzum die Idee, die Warenmuster in Form von Einführungspaketen an jeden Vertriebler zu verkaufen. Das Erstehen eines Einführungspaketes wurde nahezu zum MUSS, ehe man in den MLM-Vertrieb aufgenommen werden konnte.

Wenn ein von einem Sponsor angeworbener Wiederverkäufer nicht genug Produkte verkaufte, also nicht genug Umsatz machte, musste der Sponsor dennoch Ware einkaufen, um seinen Status als Sponsor der Ebene X zu behalten. Das heißt der musste in die eigene Tasche greifen, Waren kaufen, um sie zukünftig zu verkaufen. Das führte dazu, dass die höheren Ebenen begannen Druck auszuüben, damit die Wiederverkäufer mehr Waren umsetzten.

Die ersten richtigen großen MLM-Unternehmen, wie wir sie heute kennen wurden nur aus einem Grunde ins Leben gerufen, nämlich die Produkte eines Herstellers auf direktem Wege zum Endverbraucher zu bringen und zwar in großen Mengen und in kurzer Zeit.

Hier änderte sich nun die Grundpolitik des Verkaufens. Anstatt sich auf den Produktverkauf zu konzentrieren, begann man nun, mehr und mehr Verkäufer anzuwerben. Warum? Das lag an der logischen Annahme, dass wenn 100 Verkäufer jeweils nur ein Produkt pro Monat verkaufen, man einen Warenumsatz von 100 Produkten hatte und daraus folgerte man, wenn man nun 10.000 Verkäufer hat, die ebenfalls nur ein Produkt im Monat an den Mann brachten, man 10.000 Verkäufe vorweisen konnte. - Je mehr Verkäufer, je mehr Verkäufe!

Damit die Rekrutierung von Wiederverkäufern für einen Vertriebler interessant wurde, zahlten die Organisatoren der ersten MLM-Programme pro rekrutiertem Wiederverkäufer eine Provision, selbst für neue Mitarbeiter, die nie ein Produkt verkaufen würden.

Es gab allerdings schon damals die Bedingung, dass jeder angeworbene Wiederverkäufer ein Minimum an Produkten erwerben musste, egal ob der Neue die Produkte verkaufen konnte oder nicht. (Das ist bei HERBALIFE bis heute so.) In anderen Unternehmen konnte man statt einer bestimmten monatlichen Abnahme von Waren diese durch eine bestimmte Anzahl von Neuanwerbungen ersetzen. Um nun an seinen Provisionsscheck zu kommen, musste man also eine bestimmte Anzahl von Neuen rekrutieren, die wieder eine bestimmte Anzahl von Neuen rekrutierten, welche wieder Neue rekrutierten usw. usw. usw.

Haben Sie bemerkt, ich wechselte von der Anwerbung von Wiederverkäufern zur Rekrutierung von Neuen. Die Neuen brauchten gar keine Ware mehr einkaufen, konnten also auch nichts mehr verkaufen, sondern hatten Ihre Aufgabe nur noch in der Rekrutierung. Es fand kein Warenverkauf mehr statt.

Das Geld für die Provisionen kam aus den Gebühren, die der Neue entrichten musste, um das Recht zu erwerben, Neue zu rekrutieren. Je höher die Ebene, in der sich der Neue einkaufen wollte, um so höher war die Gebühr. Und je höher man sich eingekauft hatte, um so höher war der Provisionssatz an den von den Neuen gezahlten Gebühren.... bis hin zu monatlichen Fixprovisionen solange der Neue im Programm blieb (wenn er denn blieb.) Es war also klar, dass man gar keine Ware kaufen musste, solange man genügend Neue monatlich anwarb, woraus sich dann die Provisionen ergaben.

Später als der Gesetzgeber diese Gebührenzahlungen der Neuen unterband, gingen die Organisatoren dazu über, Waren-Einführungspakete an die Neuen zu verkaufen und zwar zu teilweise völlig überhöhten Preisen. Wer also keine Einführungspakete oder Mustersortimente verkaufte, erhielt keine Provision.

Was aus Multi-Level-Marketing
geworden ist!

Am Anfang war also Multi-Level-Marketing dazu entworfen worden, Ware in großer Zahl und kurzer Zeit zum Endverbraucher zu bringen. Das waren noch ehrliche Ziele eines Produktionsbetriebes. (Was leider heute immer seltener wird...) Wie auch immer...

Es dauerte nicht lange, bis skrupellose Organisatoren auf dem Markt erschienen und auf die Idee kamen, Musterkoffer, oder Einführungspakete in kurzer Zeit und großer Menge umzusetzen, ganz egal, ob die Waren jemals zu einem Verbraucher gelangten. Einzig die Umsatzzahlen des Handelsunternehmens stimmten.

Aufgrund dieser Umsätze empfahlen Marketing-Berater ihren zu beratenden Unternehmen, welche in Umsatzkrisen steckten, die Einführung von MLM-Systemen in deren Vertrieb.

Das führte nach und nach dazu, dass

Multi-Level Marketing-Programme etwas verletzten, und zwar ...

Das erste und oberste Gesetz
des freien Handels

Das erste Gesetz des Handels lautet ...

Die Nachfrage bestimmt das Angebot!
(und nicht umgekehrt)

Um es zu erklären: Wenn 1.000.000 Leute plötzlich nach rosaroten Trillerpfeifen nachfragen oder diese brauchen, wird in der Folgerung aus dem ersten Gesetz des Handels irgend jemand irgendwie auf die Idee kommen, rosarote Trillerpfeifen herzustellen, um die Nachfrage zu befriedigen. - Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Anders herum, wenn Sie in Ihrem Geschäft eine Million rosaroter Trillerpfeifen hätten, aber keine sie wollte, wären diese Trillerpfeifen völlig ohne Wert! Ein Angebot ruft keine Nachfrage ins Leben.

Obwohl das erste Handelsgesetz lautet: „Die Nachfrage bestimmt das Angebot”, dauerte es gar nicht lange, bis einige der Organisatoren entdeckten, dass sie einfach alles verkaufen konnten... selbst Produkte, für die gar keine Nachfrage bestand. (Siehe unser Geschäft mit der Million rosaroter Trillerpfeifen.) Einfach indem sie ein MLM-Programm entwickelten und so Tausende und Abertausende Produkte verkauften und zwar in Einführungspaketen an neu rekrutierte Mitarbeiter des MLM-Programms. Wenn der Umsatz an Einführungspaket-Verkäufen abnahm... die Einführungspaketkäufer blieben aus, wechselte man einfach zu einem anderen Unternehmen und ersetzte seine Produkte aus den Einführungspaketen mit neuen Waren, die meist ebenso unbekannt oder sinnlos waren, wie die Vorgänger.

Zufall... und das wäre reine Glückssache, wenn eine bis dahin unbekannte Nachfrage durch eines dieser sinnlosen Produkte gedeckt würde, nachdem das MLM-Programm ausgelaufen war. In der Regel war es eher so, dass mit dem Auslaufen des MLM-Vertriebs-Programms auch der Hersteller seine Tore schloss.

Einige Hersteller gingen mit vollen Taschen aus dem Verkauf ihrer Musterkoffer nach Hause, die meisten jedoch hatten viel Geld verloren, weil sie glaubten, es gäbe eine echte Nachfrage für ihr sinnloses Produkt. Sie waren durch die scheinbaren hohen Umsätze der Musterpakete getäuscht worden.

Heute sind die MLM-Organisatoren wieder im vollen Einvernehmen mit dem

ersten Gesetz des Handels!

Aber anstatt eine echte Endverbraucher-Nachfrage nach einer Dienstleistung oder einem Produkt zu befriedigen ...

vertreiben sie Multi-Level Marketing Programme an Multi-Level Vertriebler!

Sie werden staunen, sie brauchen gar kein reales Produkt oder eine wirkliche Dienstleistung mehr. Alles was man noch braucht ist nur ein Multi-Level Marketing Programm.

Durch viele Jahre Erfahrung auf diesem Vertriebssektor habe ich einige der großen MLM-Promotoren persönlich kennen gelernt, die mit viel Herz und einer tüchtigen Portion Geschäftssinn über viele Jahre ein ordentliches Produkt mit der entwickelten MLM-Methode auf dem Markt vertreiben.

Auf der anderen Seite allerdings kam ich auch in Berührung mit den skrupellosesten Multi-Level-Marketing-Organisatoren ... solche eben, die bedenkenlos den Kunden und neuen Mitarbeitern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen alles Geld abnahmen. (Unglücklicherweise ist dies heute die Mehrheit der MLM-Promotoren.)

Bemerkung: In der MLM-Industrie von Heute werden Neueinsteiger als NEWBIES untereinander weiterempfohlen. Einem NEWBUY kann man alles verkaufen, da er noch gar keine Erfahrung hat. Sie brauchen sich als Neueinsteiger nur einmal im Internet bei zwei oder drei Unternehmen einschreiben, die augenscheinlich täglich Millionengewinne machen. Der Eintrag zum Erhalt des kostenlosen Newsletters genügt meistens und schon werden Sie von Hunderten Angeboten überschwemmt. Sie - der Neue - können noch gar nicht abwerten und einschätzen, welches der vielen Versprechen Sinn macht und welches reine Augenwischerei ist, damit Sie ein Produkt kaufen. Sie werden dann schnell selbst zu einem „MLM” „Man loosing money”. „Der Mann der Geld verliert.”

„MLM ist wie eine teure Verpackung”, sagte mir einer dieser MLM-Promotoren. „Es ist das Geschäft mit heißer Luft. Wenn die Neuen merken, dass sie nur heiße Luft gekauft haben, verpackt man die heiße Luft in ein anderes MLM-Programm, wechselt den Verkaufsstandort , gibt der Sache einen anderen Namen und verkauft an die gleichen Neuen die gleiche heiße Luft noch einmal.” (Dessen Worte, nicht meine!)

Aber das ist immer noch nicht der Grund...

warum über 90% aller Vertriebler, die ihre Hoffnung auf MLM-Programme setzten, ohne jeden Erfolg blieben!

Obwohl ich persönlich durch den Verkauf von Produkten, die in einem MLM-System angeboten wurden eine gute Stange Geld verdient habe, war ich nie - glauben Sie es oder nicht - in ein solches MLM-System verwickelt.

Als ich noch ein junger Bursche war, sagte mir mein Stiefvater einen bemerkenswerten Satz:

Bitte niemals jemanden etwas für Dich zu tun, was Du für Dich selbst nicht tun könntest oder tun würdest!

Klar, ich dachte sofort, das sei das Dümmste, was ich je gehört hätte und hatte sofort eine schnippische Antwort parat: „Und was ist, wenn ich ein Baby haben möchte?”

Seine Antwort hat mir dann die Augen geöffnet...

„Sohn, ich habe nicht gesagt, Du müsstest zu allem imstande sein, worum Du andere bitten würdest . Ich sagte vielmehr, Du sollst nicht andere bitten, etwas für Dich zu tun, was Du selber entweder nicht tun würdest oder tun könntest. Wenn Du eine junge Frau fragst, ob sie mit Dir ein Kind haben wollte, solltest Du ebenfalls gewillt sein, die Verantwortung zu tragen, um mit ihr ein Baby zu haben. Wenn Du dazu noch nicht bereit bist, solltest Du auch die junge Frau damit nicht belasten.”

Jetzt mit fast 50 Jahren kann ich sagen, mein Stiefvater hatte Recht. Ich habe mich immer an diesen Satz erinnert und wann immer es um den Verkauf eines Produktes ging, ob Eigentumswohnung oder Handcreme, ich habe das Produkt selbst verkauft und nie jemand anderen rekrutiert, damit der das Produkt für mich verkauft. Wenn so ein Kunde zu einem Vertriebler wurde, bekam ich natürlich meine Provision aus dessen Verkäufen.

Aber…

Selbst das ist heute nicht mehr möglich!

Als ich noch mein Geld mit dem Verkauf von Produkten aus einem MLM-Programm verdiente (und das ist jetzt gut und gerne 20 Jahre her) bekam der Verkäufer (ich) den Löwenanteil an der Provision... üblicherweise 33% bis hin zu 50% vom Weiterverkaufspreis. Damals waren auch die Produkte, welche durch MLM-Systeme vertrieben wurden, preislich dem Markt angepasst.

Heute bekommt der eigentliche Verkäufer, als der, der die Arbeit macht nur noch einen Provisionsanteil von 5 bis 12%. Alleine die Ausgaben für Kleinanzeigen und Handzettel, kostenlose Vorführungen und Produktproben fressen die gesamte Provision auf. Weil aber die Provisionen teils auf bis zu 5 Ebenen (Levels) verteilt werden, sind die Verkaufspreise so übertrieben hoch, dass eigentlich nur noch willens ist, diesen Preis zu bezahlen, nämlich der, der sich in das System einkaufen will... und dem das Produkt eigentlich völlig egal ist.

Daraus ergibt sich merkwürdiger Weise...

Sie können überhaupt kein Multi-Level-Produkt mehr kaufen!

„Was?” fragen Sie jetzt... „Das stimmt wirklich,” sage ich Ihnen.

Jeden Monat erhalte ich Hunderte von MLM-Angeboten. Letzte Woche alleine 37 in der Post, 53 per Fax und über 100 per eMail. Wissen Sie was?

Aus keinem erhaltenen Angebot ging mit einem einzigen Satz hervor, dass jemand bestrebt war mir ein Produkt zu verkaufen. In jedem Einzelfall hätte ich im Falle der Bestellung der Ware einen Vertrag unterzeichnen müssen, durch den ich zum Vertriebler geworden wäre.

Die meisten Angebote machten sich nicht einmal mehr die Mühe, mir zu erklären, um welches Produkt es sich überhaupt handelte. Die Angebote waren allerdings voll mit den tollsten Versprechen, über Nacht sozusagen reich zu werden. Das einzige was hier verkauft wurde, war das Verkaufsrecht, an jemanden das Recht zu verkaufen, damit dieser das Recht hat, an einen Dritten wiederum das Verkaufsrecht zu verkaufen... zum KOTZEN. (Entschuldigung)

Selbst die Unternehmen, die ein halbwegs reales Produkt an den Mann oder die Frau bringen wollten, eröffneten mir nur die Möglichkeit, mich als Händler (oder Vertriebler, Distributor, Verteiler, Handelsvertreter usw.) einzutragen.

Nun, ich kann mir gut vorstellen, dass „einige” von Ihnen mit dem einen oder anderen MLM-System bereits zu tun hatten oder noch mitten drin stecken ... und sich nicht trauen, auszusteigen (Dank besserem Wissens) weil man als Versager hingestellt wird. Es zählt nicht mehr der nüchterne Menschenverstand, es zählt nur die nächste zu erreichende Ebene, damit man sich Generalverteiler, Verkaufsdirektor, Platin-Vertriebler oder was auch immer nennen darf.

Ein paar Fakten:

Jawohl! Es gibt immer noch einige Unternehmen, die bestrebt sind, ihre Produkte zu verkaufen. Allerdings, deren Verteiler haben dieses Bestreben nicht mehr. Die ehrlichen Bemühungen des Unternehmens werden durch die Verteiler zunichte gemacht. Die Vertriebler sehen nur noch die Downline-Provision. Da die meistens höher ist, als die durch eigenen Verkauf zu erzielende Provision, richtet sich das Augenmerk der Distributoren viel mehr auf die Rekrutierung neuer Downlines, als auf den eigenen Umsatz durch tatsächlichen Produktverkauf. Die Rekrutierung verspricht mehr Provision, als der direkte Verkauf.

- Ob Sie wollen oder nicht, aber so funktioniert das MLM-Spiel. - Und wenn man für dieses Produkt und den Verkauf niemanden mehr rekrutieren kann, dann geht man über zum nächsten Unternehmen und beginnt das Spiel von neuem. Die alte Firma wird herunter gemacht und die neue Firma mit dem neuen - ach so völlig anderen Produkt - wird in den Himmel gelobt. Und so ziehen ganze Verteilerscharen um. Fast regelmäßig nach zwei Jahren.

Hier nun endlich

Der eigentliche Grund

warum über 90% aller Vertriebler, die ihre Hoffnung auf MLM-Programme setzten, ohne jeden Erfolg blieben!

Wie ich im vorangegangenen Text schon einmal sagte, statt das erste Gesetz des Marktes zu befolgen, also statt Nachfrage nach einem Produkt oder einer Dienstleistung zu erfüllen, machen die MLM-Systeme heute nur noch eines:

Vertrieb von Multi-Level Marketing Programmen an Multi-Level Vertriebler!

Aber.. die Anzahl der Menschen, die im MLM ihr Glück versuchen ist nicht unendlich. Das System kann nur funktionieren, wenn man immer wieder Newcomer findet, die die verpackte „heiße Luft” kaufen. Wenn ein Newcomer ein paar Mal heiße Luft gekauft hat, wird auch der schlauer und verlässt das System. Es muss also ein neuer Neuer her und immer so weiter... bis auch die wiederum irgendwann etwas dazu lernen, nämlich:

Es gibt hier nichts umsonst!

Weil aber die MLM-Unternehmen jeden Monat den Traum vom schnellen reich werden verkaufen wollen, erhalten Sie und ich fast täglich Dutzende von Briefen nahezu gleichen Inhalts:

„Alleine durch das Anbieten unseres Produktes an Ihre eingetragenen Kunden können Sie in kurzer Zeit mit unserem Programm ein sorgenfreies Leben führen.” - Denen ist völlig klar, dass wenn ich deren Programm verkaufe, einzig sie stinkreich werden und zwar durch meine Anstrengungen und nicht etwa deren eigene Arbeit. Schließlich soll ja alles genau so funktionieren, wie es ihnen die alten Hasen des MLM-Geschäfts auf Tagungen und Seminaren immer erzählt haben.

Lassen Sie mich Ihnen etwas über die „alten Hasen” erzählen. Die „alten Hasen” im MLM-Geschäft haben gar keine Scheu, Ihnen als Newcomer den monatlichen Provisionsscheck oder Auszug zu zeigen. Sozusagen der Beweis, dass das System funktioniert... jedenfalls das, für welches Sie sich gerade interessieren... und das hier echtes Geld verdient wird.

Nehmen wir einmal an, so ein „alter Hase” zeigt Ihnen seinen Monats-Scheck von € 10.000,-, fein säuberlich ausgestellt von dem MLM-Unternehmen Ihres derzeitigen Interesses,

- Was besagt der Scheck in Wirklichkeit? Er sagt uns nichts darüber, dass der alte Hase eintausend Leute in seiner Downline hat und von denen jeder durch Anstrengung für ihn eine Provision von € 10,- erarbeitet hat. Er verrät auch nichts darüber, dass von den eintausend Leuten jeder für seine Anstrengungen nur € 10,- erhalten hat (und diese dafür gut € 50,- investieren mussten)

Jetzt werden Sie mir einwänden: „Aber mein Sponsor hat mir zugesichert, er wird mir helfen, Leute in meine Downline zu bekommen.”

Gut, hier noch eben, wie das funktioniert: In den meisten MLM-Programmen besteht eine umgekehrte Provisionsskala. Sie als Verkäufer bekommen eine sehr kleine Provision für Ihre Arbeit des eigentlichen Verkaufens, allerdings verdient man immer höhere Provisionen, je tiefer unter einem der Verkauf stattgefunden hat. Es gibt MLM-Systeme, die arbeiten mit bis zu 9 Ebenen!

Man hat das deshalb so gestaltet, um Ihnen den Mund wässerig zu machen. Sie sollen sehen, wie viel Sie im 5. oder 6. Level verdienen können, wenn Sie eben wenigstens einen einzigen Vertriebler für Ihre erste Ebene rekrutieren können.

Deshalb ist der „alte Hase” gar nicht daran interessiert, weitere Leute seiner Rekrutierung in seine erste Ebene zu stecken, sie bringen ihm viel mehr Provision ein, wenn er sie tiefer unter sich ansiedeln kann, also zum Beispiel in Ihrer neuen Downline. So erscheinen sie in seinem 5. oder 6. Level, eben dort, wo die Provisionen für ihn am höchsten sind.

Sie bekommen eine klitzekleine niedliche Provision aus den Verkäufen der ersten Downline und der „alte Hase”, der so „nett” war, Ihnen die Leute in die Downline zu stellen, streicht die Löwenprovisionen ein. Ein netter Zug von ihm, oder?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst durch eigene Anstrengungen Leute bis in ihre eigene 4., 5. oder gar 6. Generation bekommen, ist gering bis nahezu nicht vorhanden. Niemand wird lange genug in dem Programm bleiben, bis Sie in den Genuss der hohen Provisionen gelangen, während der „alte Hase” längst seine Provisionen einheimst, weil er Ihnen seine erste Ebene-Kandidaten zugeschustert hat.

So, jetzt werden Sie sicherlich über mich denken: „Mein lieber Mann, der Dr. Beierle muss MLM wirklich hassen.”

Falsch, ebenso heiße Luft! Der alte Beierle hasst das, was aus MLM geworden ist.

Ein echtes Multi-Level-Marketing-Unternehmen, welches richtige Produktverkäufer einstellt, die das wirkliche Bestreben haben, die Produkte aus der Herstellung auf einen echten Verbrauchermarkt umzusetzen, gewinnt immer noch meine Achtung. Leider gibt es heute fast gar keine richtigen MLM-Unternehmen dieses Schlages mehr.

Wenn Sie allerdings keine Bedenken haben …

Sie können immer noch steinreich werden mit MLM!

Wenn Sie keinerlei Skrupel und Bedenken haben, anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen, indem Sie (wider besseres Wissen) versprechen, der andere würde ein Vermögen verdienen - ohne Anstrengung, ohne Arbeit. Sie versprechen zu helfen, andere zu finden, die die Arbeit machen werden. Sie versprechen:
„Wir nehmen Ihnen die ganze Arbeit ab”
„Sie brauchen nichts zu verkaufen”
„Sie brauchen nur andere Interessenten zu finden und zu den Meetings (Seminaren, Tagungen, Treffen, Gruppenabenden wie auch immer) mitzubringen...”

Wenn Sie so werden, wie die „alten Hasen”, ja dann können Sie ein eigenes Kundenzentrum für MLM-Vertriebler gründen und steinreich nebenbei.

Füttern Sie Ihre Downlines mit immer neuen Marketing-Programmen… nebenbei bemerkt das einzige Produkt, welches Ihre Kunden tatsächlich freiwillig kaufen werden.

Aber … erinnern Sie sich immer daran…

„Heiße-Luft-Produkte” erzeugen auch nur „Heiße-Luft-Kunden”

Während in meinem Unternehmen über 80 Prozent der Kunden Jahr um Jahr dabei bleiben, werden Sie sich damit abfinden müssen, im Jahr 80% des Kundenstammes immer erneuern zu müssen. Sie müssen sie ersetzen mit NEUEN, denen Sie das gleiche vorgaukeln müssen, wie den verloren gegangenen „alten” NEUEN.

Das ist es was die „alten Hasen” gemacht haben und immer noch tun. Das können Sie auch, nur - tun Sie es bitte von Anfang an mit dem Wissen und dem Bewusstsein, dass Sie eben nur heiße Luft verkaufen - und fangen Sie nicht an, selbst an heiße Luft-Produkte und -Programme zu glauben.

Ich für meinen Teil kann nachts ruhig schlagen. Sicher und mit dem Bewusstsein, dass das Produkt, welches ich heute selbst an meinen neuen Kunden verkauft habe, ohne jeglichen Zweifel eine einwandfreie Qualität hat und eine Funktion. Mein Kunde wird das Produkt gerne benutzen, genauso wie ich selbst mein Produkt fast täglich benutze. Sollte mein heutiger Kunde morgen Spaß am Verkauf des Produktes finden, wird er sich damit seinen eigenen Wohlstand erarbeiten können.

Das ist allerdings mit den heutigen MLM-Systemen nicht möglich und deshalb habe ich ein völlig eigenständiges Programm entwickelt. Meine eigenen Downlines stehen mit mir auf der einen Seite und den Kunden auf der anderen Seite in stetiger Verbindung. Wir haben ein gutes Verhältnis und das Programm ist einfach und überschaubar.

Meine Vertriebler verdienen im Schnitt € 7.200,- und machen einmal im Jahr auf meine Kosten mit ihrer Familie Urlaub... wenn sie fleißig sind. Ohne Arbeit geht es in meinem eigenen Programm leider eben doch nicht. Aber die Arbeit macht Spaß und wir kommunizieren mit einander. Ein reales Produkt, eine reale Manufaktur und ein realer Zweck.

Ein Tag ist nicht verloren, wenn er mit dem Abwarten auf die gute Möglichkeit verbracht wurde oder man nur seinen Anteil genommen hat oder seinen Vorteil gesucht hat, ohne jemanden zu verletzen. (Robert Brault)

Der Autor Peter Echevers ist Inhaber des Internet-Unternehmens Maran Int. in Brasilien und hat mehrere E-Books geschrieben, die Sie hier finden.

(Quelle: Peter Echevers)



Letzte Aktualisierung
12.11.2011

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