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für erfolgreiche Existenzgründer
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Was ich heute bin, ist ein Hinweis auf das, was ich gelernt habe, aber nicht auf das, was mein Potential ist.

(
Virginia Satir)

 


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MLM-Fachartikel

Das Prinzip der Informationspflicht... Wie Sie Ihrem neuen Berater zu einem guten Start verhelfen und zwar sofort!

von Art Jonak

Sie sind ganz aus dem Häuschen! Ihr brandneuer Geschäftspartner hat den Antrag unterschrieben, ihn eingeschickt und wartet nun darauf, Starterkit und Produkt in Empfang zu nehmen.
Als gut geschulter Sponsor haben Sie ein
„Einstiegstraining“ innerhalb der ersten 48 Stunden in der Network Marketing Karriere Ihres neuen Geschäftspartners vereinbart.

Sie setzen sich also mit Ihrem neuen Geschäfts-partner an den Küchentisch, nehmen das Handbuch für neue Berater zur Hand, schlagen sofort den Part mit den „Gedächtnisstützen“ auf und fangen an zu lesen:

  • Welche rothaarigen Menschen kennen Sie?
  • Wen kennen Sie, der/die einen Mini-Van fährt?
  • Wer kümmert sich um Ihre steuerlichen Angelegenheiten?
  • Wer ist Ihr Friseur?
  • Wer mäht Ihren Rasen?
  • Wer erledigt Ihre Auto-Reparaturen?
  • Haben Sie das Verzeichnis Ihrer ehemaligen Mitschüler zur Hand?
  • Wie schaut´s mit dem Jahrbuch der Vorschule aus?

Sie gehen Punkt für Punkt durch - Sie sind mit dieser Ausbildungsmethode bestens vertraut, Sie haben schließlich schon oft nach ihr gearbeitet.

Sie pausieren einen Moment, um zwischen den Fragen Luft zu holen und werfen quer über den Tisch einen Blick auf die Liste Ihres Beraters und stellen fest .... es stehen lediglich acht Namen darauf! Da sollten jetzt mindestens fünfzig stehen! Sie schauen auf und entdecken nur Angst und Zweifel im Gesicht Ihres Gegenübers, als er mit einem Schulterzucken sagt:
„Ich kenne sonst wirklich niemanden ...“

Aus Ihrem Frust heraus stellen Sie ein paar weitere Fragen, die Sie unter den Beispielen finden ... und dennoch, Ihrem neuen Berater fällt nichts weiter dazu ein.

Ihre Begeisterung verpufft fast genauso schnell wie die Ihres neuen Geschäftspartners. Das ist nicht gut.

Haben Sie einen Blindgänger gesponsert?

Wir gehen diese unbefriedigende Übung buchstabengetreu durch, nehmen uns jedoch kaum einen Moment Zeit, um festzustellen, ob sie nun tatsächlich funktioniert oder nicht. Warum nicht einmal darüber nachdenken, was dem neuen Berater durch den Kopf geht?

Er denkt vielleicht: „Solange ich mir nicht meinen ersten Bonusscheck verdient habe, möchte ich mit niemandem über dieses Geschäft sprechen.“ Oder „Es ist mir unangenehm, wenn mein Sponsor mit meinen Freunden über dieses Geschäft spricht.“ Oder „Je mehr Namen ich zu Papier bringe, auf umso mehr Ablehnung werde ich möglicherweise stoßen.“

Die meisten Berater sind keine Blindgänger und sie sind auch nicht faul. Sie wollen jedoch alles vermeiden, was mit Ablehnung verbunden ist.

Warum aus dieser Übung nicht etwas machen, was Ihrem Berater gelegen kommt? Wie wär´s denn, wenn Sie Ihrem neuen Geschäftspartner sagen:

Sie müssen niemanden auf Ihrer Liste bitten, in Ihr Network Marketing Geschäft einzusteigen, Sie müssen die Betreffenden nicht einmal bitten, Produkte zu kaufen.

Menschen nicht darum zu bitten, zu Ihren Geschäftspartnern zu werden, schützt vor Ablehnung.

Oder vielleicht haben Sie es auch mit Beratern zu tun, die erklären: „Oh, ich möchte meinen Freundeskreis und meine Verwandtschaft nicht darauf ansprechen. Sie würden das Ganze nicht verstehen. Ich könnte sie nicht davon überzeugen, sich meinem Vertriebskonzept anzuschließen. Lassen Sie mich stattdessen völlig fremden Menschen aus einem anderen Bundesland kontaktieren. Vielleicht versuche ich ganz einfach nur, sie telefonisch oder per Post zu überzeugen. Wo kann ich eine Anzeige schalten oder wohin einige Interessenten-Postkarten schicken?

Sollten Freunde und Nahestehende keinen Gefallen an Ihrer Präsentation finden, dann – glauben Sie mir – werden es Fremde erst recht nicht tun.

Können wir Leute, die wir kennen, nicht zu unseren Geschäftspartnern machen, Leute, zu denen wir bereits eine Art positiver Beziehung aufgebaut haben, was bringt uns dann auf die Idee, Menschen ins Geschäft bringen zu können, die uns total fremd sind? Vielleicht gehen wir schlicht und einfach von der Überzeugung aus, dass sich die Lage ändert, wenn wir neue Leute finden, die uns nicht kennen.

Betrachten wir das Ganze doch einmal realistisch. Treffen wir den Entschluss, uns an Fremde zu wenden – statt an unseren warmen Markt, unser persönliches Umfeld – dann sagen wir uns damit:

  • „Ich habe keine Vertrauen in mich.“

  • „Ich habe kein Vertrauen in mein Vertriebskonzept.“

  • „Ich habe kein Vertrauen in mein Produkt“.

  • „Ich schäme mich viel zu sehr, um meine Freunde darauf anzusprechen.“

  • „Ich bin nicht davon überzeugt, dass dieses Konzept für andere ein gutes Geschäft ist.“

  • „Es beunruhigt mich, was meine Freunde diesbezüglich von mir denken.“

  • „Ich habe Angst, dass meine Freunde nicht einsteigen, und ich mir dann abgewiesen vorkomme.“

  • „Was, wenn mein Konzept sich als Fehlschlag erweist? Ich sorge wohl besser dafür, nur Fremde einzuschreiben, die mich nicht kennen.“

  • „Was, wenn ich scheitere? Dann möchte ich nicht, dass meine Freunde und Angehörigen wissen, dass ich es dennoch versucht habe.“

Und treffen wir nun den Entschluss, unseren Freunden und Angehörigen unser Angebot als „streng geheim“ vorzuenthalten, ist das den Betreffenden gegenüber dann fair?

Nein.

Selbst bevor wir nun unsere Beraterunterlagen lesen, bevor wir nun damit beginnen, unsere Präsentation zu optimieren, bevor wir nun anfangen, an uns selbst und dem Bild, das wir von uns haben zu arbeiten oder unseren Sponsor zu Mailing Adressen oder Anzeigen zu befragen, bevor irgendetwas anderes passiert, müssen wir erst einmal der für uns einzig und allein relevanten Verpflichtung im Network Marketing nachkommen.

Von welcher Verpflichtung ist die Rede?

Unsere Aufgabe ist es, unsere Mitmenschen über unsere Produkte und Serviceleistungen zu informieren, und sie auch über die Möglichkeiten des passiven Einkommens zu informieren. Wissen die Interessenten über die Fakten Bescheid, ist es an ihnen zu entscheiden, was das Beste für sie ist. Es ist nicht unsere Aufgabe, unsere Produkte zu verkaufen, um unsere Interessenten davon zu überzeugen, ins Geschäft einzusteigen. Unsere Aufgabe ist schlicht und einfach, unsere Interessenten über die Fakten zu informieren, damit sie die für sie persönlich beste Entscheidung treffen können.

Das ist alles. Network Marketing hat nichts mit Drückermethoden im Verkauf, Überzeugungs-arbeit, Manipulation, Kaltkontakten oder damit zu tun, etwas zu erzwingen! Network Marketing heißt ganz einfach, Interessenten eine zusätzliche Chance in ihrem Leben und auch die Möglichkeit zu geben, besagte Chance zu ergreifen, sollte sie ihnen eine Hilfe sein, ihre Wünsche und Vorstellungen zu realisieren. Hier liegt unsere Aufgabe – unsere Interessenten zu informieren. Das ist das, was wir als Networker machen. Es ist jedoch nicht die eine große Verpflichtung, die wir haben.

Großartige Neuigkeiten für alle neuen Network-Marketing-Leute

Wie wir festgestellt haben, ist Network Marketing im Endeffekt gar nicht so kompliziert. Unsere Hauptaufgabe ist es, potentielle Geschäftspartner zu informieren und sie ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen.

Als Network Marketingleute haben wir jedoch eine sehr ernst zu nehmende Verpflichtung. Sponsere ich einen neuen Berater, dann erzähle ich den Betreffenden:

  • Sie sind nicht verpflichtet, viel Umsatz mit Endkunden zu machen. Natürlich wäre es schön, es ist jedoch kein Muss.
  • Sie sind nicht verpflichtet, viele Produkte und Serviceleistungen zu kaufen oder in Anspruch zu nehmen. Wie gesagt, es wäre schön, Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet.
  • Sie sind nicht verpflichtet, Ihre Freunde damit zu schikanieren, zu Informationsveranstaltungen zu kommen.
  • Sie sind nicht verpflichtet, am Firmenkongress teilzunehmen.
  • Sie sind nicht verpflichtet, jeden Abend in der Woche Sponsergespräche zu führen.
  • Sie sind nicht einmal verpflichtet, mich zurückzurufen!

Wow! Jetzt ist mein neuer Geschäftspartner so richtig begeistert. Er denkt sich: „Das ist nun wirklich mal ein großartiges Angebot. Ich bin nicht zu irgendeinem der genannten Punkte verpflichtet. Aber halt, er hat gesagt, dass es da eine Verpflichtung gibt. Nur eine einzige Verpflichtung. Um welche Verpflichtung geht es hier nun?“

Ja, wir haben nur einer einzigen Verpflichtung nachzukommen. Alles andere im Network Marketing ist als Option zu sehen. Um was handelt es sich nun bei besagter Verpflichtung in unserem Geschäft?

Wir müssen unsere Freunde, Angehörigen, Nachbarn und Arbeitskollegen von unserem Entschluss in Kenntnis setzen, neben-beruflich mit dem Aufbau eines eigenen Network Marketing Geschäfts zu starten.

Das ist alles. Zu mehr sind wir nicht verpflichtet.

Sie sehen also:

  • Wir müssen unsere Freunde nicht von unseren Produkten oder Serviceleistungen überzeugen.
  • Wir müssen unsere Nachbarn nicht für unser Network Marketing Geschäft sponsern.
  • Wir müssen unsere Arbeitskollegen nicht zu Informationsveranstaltungen einladen.
  • Sollten uns unsere Angehörigen nicht um diesbezügliche Informationen bitten, dann müssen wir ihnen unser Geschäft oder unser Produkt nicht einmal vorstellen.

Wir sind lediglich dazu verpflichtet, unsere Freunde, Angehörigen, Nachbarn und Arbeitskollegen davon in Kenntnis zu setzen, dass wir uns entschlossen haben, nebenberuflich mit dem Aufbau unseres eigenen Network Marketing Geschäfts zu starten.

Sie wollen damit sagen, dass wir uns keine ausgefallenen Präsentationen aneignen oder unser Vertriebskonzept konstant unwilligen Angehörigen zeigen müssen?

Ja! Genau das.

Wir müssen für unsere Bekannten keine Präsentationen machen, es sei denn, sie bitten uns ganz gezielt darum.
Wir müssen nicht pushen oder Produkte an Uninteressierte verkaufen.
Und wir müssen uns mit unseren Verkaufsmaschen auch bei Hochzeitsempfängen oder Familienfesten nicht unbeliebt machen.

Das baut auf, oder? Es ist schön, wenn uns diese Last von den Schultern genommen wird.

Warum ist es nun so wichtig, unser Umfeld darüber zu informieren, dass wir dabei sind, unser eigenes Network Marketing Geschäft aufzubauen?

Weil wir nie in die Lage kommen wollen, dass die Betreffenden uns vorwerfen: „Sie haben uns nie von Ihrem Geschäft erzählt.“

Kündigen wir schlicht und einfach an, dass wir im Network Marketing Geschäft tätig sind, werden viele unserer Bekannten zustimmend nicken und erklären: „Das ist schön.“

Und das ist O.K.

Sollten die Betreffenden selbst daran interessiert sein, dann würden sie uns um weitere Informationen bitten oder zu einer Informationsveranstaltung gehen. Haben sie jedoch kein Interesse, dann können wir weiterleben wie bisher, wohl wissend, dass sie die Chance hatten, sich ein Gesamtbild zu verschaffen – indem sie uns einfach darum gebeten hätten.

Einige unserer Bekannten werden sagen: Hey, mich begeistert mein Job auch nicht so recht. Ich möchte auch ein bisschen mehr Zeit für meine Familie haben. Würden Sie mir wohl etwas über dieses Network Geschäft erzählen?

Und das ist okay. Wir können ihnen daraufhin dann so viel an Informationen geben, wie sie sich wünschen.

Kommen Sie Ihrer Verpflichtung nicht nach, Ihren persönlichen Bekanntenkreis zu informieren ... dann könnten fürchterliche Dinge passieren.

Wie Sie sich vor einem Machete schwingenden Nachbarn schützen

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten seit sechs Monaten nebenberuflich im Network Marketing. Sie haben sich jeden aus Weiterempfehlungen resultierenden Bonus-Scheck aufgespart, und ihnen steht jetzt genug Geld zur Verfügung, um sich diesen Traumurlaub auf Tahiti leisten zu können.

Da mit Ihrem regulären Job alle monatlichen Kosten abgedeckt sind, war es Ihnen möglich, all diese Bonus-Schecks als monatliches Zusatzeinkommen zu sparen. Während Sie nun an

Bord der 747 der Air Tahiti gehen, denken Sie sich: „Es war eine hervorragende Entscheidung, nebenher ein wenig für Network Marketing aktiv zu werden. Sollte sich mein Geschäft weiterhin so positiv entwickeln, dann werde ich alle drei Monate einen dieser Traumurlaube buchen!

Gott sei Dank hat mir mein „Spezi“ von diesem Network Marketing Geschäft erzählt.

Auf Tahiti angekommen, werden Sie zu einem atemberaubenden Strand gebracht. Bei sanften Ozeanwellen entspannen Sie in Ihrer Hängematte, während die Kellner Ihres Urlaubsdomizils Ihnen Ihren Lieblings-Tropendrink servieren.

Musik umschmeichelt Sie. Der Wind ist erfrischend. Und Ihnen steigt der köstliche Duft vom „Teriyaki Chicken“ in die Nase, das ganz in Ihrer Nähe auf dem Grill zubereitet wird.

A-a-a-h! Besser kann es gar nicht werden.

Aber warten Sie´s nur ab!

Sie machen einen kleinen Punkt am Horizont aus, der sich zu bewegen scheint. Ja, er bewegt sich tatsächlich. Der Punkt wird immer größer. Er bewegt sich auf Sie zu.

Haben Sie nun beobachtet, wie der Punkt größer und größer wird, stellen Sie fest, dass der Punkt in Wirklichkeit ein Mensch ist. Und besagter Mensch zieht eine alte Decke hinter sich her.

Schon bald marschiert diese Person genau in Richtung Ihrer Hängematte, breitet ihre alte Decke auf dem Sand aus und läßt sich darauf fallen, um ein paar Sonnenstrahlen zu tanken. Sie schauen auf diese Figur auf der Decke herunter und entdecken plötzlich, dass dieser Mensch ... Ihr direkter Nachbar ist!

Was für eine Überraschung! Was für ein Zufall! Sie wenden sich Ihrem direkten Nachbarn zu und begrüßen ihn mit einem: „Hallo!“

Ihr überraschter Nachbar stottert: „Oh, oh, oh – Sie sind´s. Das kann ich ja gar nicht glauben! Da sind wir nun Tausende von Meilen von zu Hause entfernt, und ausgerechnet Sie treffe ich nun hier direkt neben mir! Das ist ja unglaublich!“

Darauf Sie: „Ich bin auch völlig überrascht. Wie kommt es, dass Sie hier sind und einen schönen Urlaub genießen?“

Ihr direkter Nachbar lässt den Kopf hängen. Er runzelt die Stirn und murmelt traurig vor sich hin: „Wissen Sie, ich führe ein erbärmliches Leben. Ich muss in drei Jobs Geld verdienen, nur um die Miete für unsere Familie zu zahlen. Ich stecke bis über beide Ohren in Schulden. Die Kreditrate für mein Auto ist überfällig. Es gibt keine Aussichten, in meinem Job Karriere zu machen. Ich besitze keinen Pfennig. Mit einem Wort ich bin am Ende!

Also habe ich mir gedacht, ich könnte mir genauso gut wenigstens einmal in meinem jäm-merlichen Leben einen dreitägigen Urlaub gönnen, damit es zumindest eine angenehme Erinnerung für mich gibt, bevor ich sterbe. Um hierher zu kommen, habe ich einen weiteren Kredit aufgenommen, meine fünf Kreditkarten ausgereizt, habe mir das Geld vom Ausbildungskonto meiner Kinder gestohlen und sogar ihre Sparschweinchen geplündert, nur um genug Geld für dieses Ticket zusammen zu kratzen.

Und was ist mit Ihnen? Wie kommt´s, dass Sie hier sind?

Jetzt kommt der Moment der Wahrheit

Sie erwidern:

„Ich habe vor etwa sechs Monaten angefangen, mir nebenberuflich mein eigenes Network Marketing Geschäft aufzubauen. Das ist wirklich etwas Hervorragendes. Ich werde einfach bloß dafür bezahlt, dass ich meinen Mitmenschen davon erzähle. Also habe ich mir die letzten paar Bonus-Schecks zusammengespart, und schon bin ich hier. Dieses Geschäft auf Teilzeitbasis ist so gut, dass ich mir schon überlege, in drei Monaten hier wieder eine Woche Urlaub zu machen. Ich sage Ihnen, dieses Geschäft ist noch viel mehr als großartig! Es ist einfach phantastisch. Es ist in der Tat so wunderbar, dass ich .... oh, oh .... oh, ich habe vergessen, Ihnen davon zu erzählen, stimmt´s?“

Das Gesicht Ihres Nachbarn läuft rot an. Langsam steht er von seiner Decke auf und geht hinüber zum „Teriyaki Chicken“ Grill, neben dem Deko-Figuren aus Eis gehauen werden.

Er greift nach der rasiermesserscharfen Machete und setzt sich langsam wieder in Ihre Richtung in Bewegung. Als er mit seinem Arm ausholt ... huch, hier hören wir wohl besser auf, bevor´s übel wird.

Wie ich gesagt habe. Sollten Sie Ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, Ihr unmittel-bares Umfeld zu informieren ... dann könnten sich fürchterliche Dinge ereignen.

Denken Sie daran: Wir müssen unserem persönlichen Umfeld die Möglichkeit geben, uns um weitere Informationen zu bitten.

Wir müssen den Betreffenden unsere Präsentation nicht aufoktroieren. Wir müssen sie nicht unter Druck setzen, damit sie Berater werden. Alles, was wir zu tun haben, ist ihnen weitere Informationen zu geben, wenn sie darum bitten.

Über diese Schiene können Sie übrigens zufälligen Macheten-Attacken aus dem Wege gehen.

Wie Sie sich auch von Ihrer eigenen Tante nicht in Verlegenheit bringen lassen

Stellen Sie sich vor, Sie sind zur zweiten Hochzeit Ihrer Cousine eingeladen. Sie stellen fest, dass Sie an diesem Abend mit etwa zwölf weiteren Gästen an einer der Tafeln sitzen. Sie stellen fest, dass Ihre Tante, die zu diesem Zeitpunkt dem kostenlosen Champagner schon reichlich zugesprochen hat, am gleichen Tisch sitzt wie Sie. Sie dominiert in der Unterhaltung, und eine der ersten Äußerungen, die sie von sich gibt, als sie sich niederläßt, ist zu Ihrer Überraschung folgende:

Ich bin gerade erst vergangenen Monat in dieses hervorragende Network Marketing Geschäft eingestiegen, das ich von zu Hause aus führen kann. Es nennt sich Schokolade ist mein bester Freund und mir geht´s ganz prächtig!

Das ist doch nicht zu glauben; Sie selbst sind in dieses Geschäft „Schokolade ist mein bester Freund“ bereits vor mehr als einem Jahr eingestiegen und haben Ihrer Tante nicht einmal das Angebot gemacht, Ihr Geschäftspartner zu werden, geschweige denn sie wissen lassen, dass Sie sich für diese Tätigkeit entschieden haben!

Aber es kommt noch schlimmer ... sie wendet sich nun nach und nach an jeden in der Tischrunde und erkundigt sich, ob die Betreffenden schon von „Schokolade ist mein bester Freund“ gehört haben. Sie kontaktiert Ihren warmen Markt.

Ihnen bricht langsam der Schweiss aus – nicht genug damit, dass es Sie ärgert, dass sie schon lange in Ihrer Organisation sein könnte, hätten Sie Ihre Tante nur entsprechend informiert, als Sie hier eingestiegen sind; was aber werden Sie bloß auf ihre Frage antworten, ob Sie schon von „Schokolade ist mein bester Freund“ gehört haben?

Werden Sie darauf erwidern: „Ja, ich habe bereits von ‚Schokolade ist mein bester Freund’ gehört, genau genommen bin ich bereits über ein Jahr bei dieser Firma, aber die Sache ist die – weil ich einfach der Meinung war, dass Du als prädestinierte Verliererin nie und nimmer für so ein Geschäft in Frage kämst, habe ich Dich also auch nie davon in Kenntnis gesetzt.“

Als ob´s damit nun nicht schon schlimm genug gewesen wäre ....

Drei Monate später nehmen Sie am nationalen Kongress Ihres Unternehmens teil. Mit jeder Stunde, die vergeht, nimmt Ihre Begeisterung über all die Neuankündigungen zu. Dann beginnt die Auszeichnung der Berater. Je höher die Auszeichnung, desto mehr Bewunderung empfinden Sie für diejenigen, die dort über die Bühne gehen.

Plötzlich hören Sie den Namen Ihrer Tante über die Lautsprecheranlage der Halle. Könnte wirklich Ihre Tante gemeint sein? Nee, das muss wohl jemand anderer mit demselben Namen sein. Sie schauen zur Bühne, und ... es ist Ihre Tante, die da in all ihrer Herrlichkeit über die Bühne schreitet, um ihre Super-Triple-Diamond Platin Nadel in Empfang zu nehmen. Während Sie sie voller Ehrfurcht anstarren, sehen Sie, wie sie Ihnen direkt zuwinkt!

Das Leben ist einfach nicht fair!

Sie sind bereits ein Jahr länger im Geschäft, und doch steht sie jetzt auf der Bühne und ist fünf Qualifikationsstufen weiter als Sie! Sie haben an mehr Marketing Trainingsveranstaltungen teilgenommen, Sie sind viel öfter Gastgeber beim Informationsabend vor Ort gewesen, Sie haben weitaus mehr Bücher zu diesem Geschäft gelesen, Sie kennen sich besser mit dem Verdienstplan aus, Sie haben mehr Broschüren verteilt, mehr Gespräche mit Kaltkontakten geführt und sogar eine überregionale Anzeige geschaltet!

Ihr Frust entwickelt sich postwendend zur Überreaktion.

Warum steht sie auf der Bühne, während Sie sich noch im Schmerzbereich befinden und darum kämpfen, die nächste Qualifikationsstufe zu erreichen?

Und für die nächste Stunde rasten Sie erst einmal aus und legen sich Dutzende verschiedener Gründe zurecht, um vor sich selbst zu rechtfertigen, warum sie auf der Bühne steht und Sie nicht.

  • „Sie hat einfach Glück gehabt und wahrscheinlich in ihrem ersten Monat bereits drei Führungskräfte ins Geschäft gebracht!“
  • „Sie hat mehr Zeit, um ihr Geschäft aufzubauen.“
  • „Sie muss einen besseren Sponsor haben als ich.“
  • „Es ist einfach leichter das Geschäft aufzubauen, wenn man erst einmal die höheren Qualifikationsstufen erreicht hat.“
  • „Die Mitarbeiter in der Zentrale mögen sie einfach lieber als mich.“
  • „Sie kann mehr aus sich herausgehen als ich.“
  • „Es ist in Ordnung, wenn es bei mir 10 Jahre länger als bei meiner Tante dauert, um an die Spitze zu kommen, schließlich bin ich mindestens 10 Jahre jünger, und damit gleicht sich das Ganze dann wieder aus!“
  • „Ihr Zuhause ist besser für Meetings geeignet, und sie besitzt ein besseres Fernsehgerät, um das Firmenvideo zu zeigen.“

Die Quintessenz ist, dass sie jeden ihres persönlichen Umfelds informiert hat und Sie nicht. Sie vergewissert sich auch, dass jede Führungskraft in ihrer Gruppe den Prozess der Informationspflicht durchläuft. Unabhängig davon, was Sie sonst in Ihrem Geschäft vielleicht noch tun – gehen Sie nicht anhand des Informationsprinzips vor, dann kann man darauf wetten, dass Ihr Geschäft sich nicht so schnell entwickelt, wie Sie es gerne hätten.

Sind Sie nun etwa nicht der Meinung, dass es ein wenig unfair wäre, Ihren persönlichen Kontakten nichts von diesem großartigen Geschäft zu erzählen? Welches Gefühl hätten Sie denn, wenn jemand Ihnen gegenüber daraus ein Geheimnis machte?

Oder wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Nachbar seinen Job aufgeben und alle zwei Monate mit seiner Familie Urlaub machen würde, Ihnen jedoch niemals von seinem geheimen Glückstreffer erzählt hätte – während Sie sich in einem Job abschinden, den Sie hassen?

Geben Sie Ihrem persönlichen Umfeld die Möglichkeit zu folgender Äußerung: „Nein, ich habe kein Interesse.“ Das schützt vor ernsthaften Machete Wunden, die Ihren nächsten Urlaub ruinieren könnten.

Ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung

Puh! Das ist eine lange Erklärung dafür, warum wir jeden zu unserem Geschäft informieren sollten. Aber betrachten wir das Thema „Information“ auch noch aus einem anderen Blickwinkel.

Nehmen wir einmal an, Sie haben in einer Einkaufspassage einen Schuhladen eröffnet. Würden Sie dann nicht jeden, den Sie kennen, davon in Kenntnis setzen, dass Sie Ihren eigenen Schuhladen eröffnet haben?

Natürlich würden Sie das.

Sie würden die Betreffenden nicht drängen, an besagtem Tag bei Ihnen vorbei zu schauen und Schuhe zu kaufen. Sie würden nicht einige Kartons voller Schuhe mitnehmen, um sie beim Erntedankfest Dinner zu verkaufen, und Sie würden auch keine Schuhmuster bei Beerdigun-gen verteilen, stimmt´s?

Sie würden schlicht und einfach jeden, den Sie kennen, darüber informieren, dass Sie Ihren eigenen Schuhladen aufgemacht haben. Ist es für die Betreffenden schließlich an der Zeit, Schuhe zu kaufen, dann würden sie sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Genauso läuft es in unserem Geschäft ab. Nicht jeder ist bereit, noch heute nebenberuflich mit einem eigenen Geschäft zu starten. Vielleicht morgen. Vielleicht im nächsten Jahr. Für die meisten Ihrer Bekannten ist jedoch heute nicht der Tag.

Oder betrachten Sie das Ganze einmal aus folgender Perspektive. Sollte Ihre Tochter heiraten, würden Sie dann jeden, den Sie kennen, über die Hochzeit in Kenntnis setzen, oder würden Sie die Betreffenden zunächst einmal zu einer Informationsveranstaltung einladen, bei der Sie ihnen dann die Hochzeit erklären?

Von jeweils 100 Leuten in Ihrem warmen Markt suchen genau jetzt 10 bis 15 ernsthaft nach einer weiteren Möglichkeit, um sich jeden Monat ein Zusatzeinkommen zu verdienen. Es wird Ihnen jedoch in den meisten Fällen nie und nimmer gelingen, besagte 10 bis 15 Leute dazu zu bewegen, ihre Hand zu heben und Sie wissen zu lassen, dass sie ganz erpichte Interessenten sind!

Warum? In den meisten Fällen wird Ihr neuer Berater nur die ersten 5 bis 10 Leute auf seiner Liste kontaktieren. An diesem Punkt sind sie dann bereits auf ausreichend Ablehnung gestos-sen, die ihnen für die nächsten fünf Jahre reicht. Sie werden niemals die gesamte Liste durchgehen, um die 10 bis 15 begeisterten Interessenten zu finden.

Wenn Sie sich also hinsetzen und Ihren neuen Geschäftspartner bitten, die Namen aller Personen aus seinem warmen Markt zu notieren, dann weihen Sie Ihre Gegenüber zunächst einmal in das Informationsprinzip ein.

Zeigen Sie ihnen auf, was passieren könnte, falls sie nicht jeden in ihrem warmen Markt informieren. Statt erleben zu müssen, dass sich die Betreffenden zurücklehnen und in jeder Phase des Gesprächs gegen Sie ankämpfen, werden sie sich jetzt nach vorne beugen und ganz eifrig den Namen jedes Menschen notieren, den sie kennen!

(Quelle: Reprint mit Erlaubnis von MLM-Training.com)

Über den Autor: ART JONAK ist der Gründer von Arthur Jonak & Associates, Inc., einer sich ständig vergrößernden Gruppe von Trainern, die darauf fokussiert sind, das an Sach- und Fachkenntnis notwendige Know-how zu vermitteln, um Führungskräfte zu finden und zu entwickeln. Er fungierte als ‚Network Marketing Insider“ für den Upline Verlag und ist ein sehr gefragter Network Marketing Coach. Als einer von nur 600 Leuten weltweit, denen von der Universität Illinois in Chicago das Zertifikat „Network Marketing Professional“ verliehen wurde, ist Art darüber hinaus Dreh- und Angelpunkt von ‚InterNetwork Marketing‘.



Letzte Aktualisierung
12.11.2011

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